8 Stunden früher...

Thursday, December 14, 2006

Tampa/ Florida 6:41pm Eastern Time.

Wir kommen uns vor wie 3 Freaks!!! Audrey, Marco und ich sitzen jetzt schon seit einiger Zeit neben Taco Bell, direkt vor den Fahrstühlen, unter der Anzeigetafel der "Departures" an einem kleinen runden Tisch und hören Weihnachtslieder während wir im KOSTENLOSEN Flughafen W-Lan surfen...
Also was tun wir hier eigentlich? Einer von Audreys Freunden hat in der Nähe von Tampa ein Ferienhaus in dem wir die nächsten 6 Tage ein bisschen warmen Weihnachtsurlaub machen werden. Leider ist dieser Freund aus unerklärlichen Gründen in Houston/ Texas stecken geblieben und hat jetzt bereits 6 Stunden Verspätung. Wir starren alle paar Minuten gespannt auf die Anzeigetafel "Arrivals" und beobachten wie sein Flieger immer weiter nach hinten verschoben wird... In der Zwischenzeit lauschen wir weiter der floridianischen Weihnachtsmusik und gönnen uns gleich wahrscheinlich einen Starbucks Coffee.
Frieren müssen wir hier in Tampa mit Sicherheit nicht, aber wir haben aus dem Flugzeug heute zum ersten Mal seit über 2 Monaten wieder ein bisschen Regen gesehen. Regen!!!! Sowas Komisches, wir wissen überhaupt nicht mehr wie sich das anfühlt ;)

Saturday, November 04, 2006

4 1/2 Tage Herbstferien ( 11.-15.10)!!!
eine Nacht im Luxor, eine Nacht im Greyhound und 2 Nächte bei Audreys chinesischem Onkel in Orange Country

Noch eine Stunde Unix und dann nichts wie los zum Flughafen! Marco hatte meinen Mikrobiozettel morgens in der Uni schon mit seinem "Vegas Baby!" verziehrt. Seit Tagen war in unserer gemütlichen Chaos-WG nichts anderes mehr Thema. "Vegas Baby!" wurde so wie "ne" (in der deutschen Version) oder "huh" (in der amerikanischen Version) hinter jeden zweiten Satz gehängt - zu Recht!!
Und jetzt saßen Marco und Marieke schon im Flieger auf dem Weg nach Sin City, während Audrey und ich noch 2 nicht enden wollende Stunden in Albuquerque ausharren mussten.... zwei unendlich lange Stunden. Bewaffnet mit einer Tüte Orio Kekse durften wir dann schließlich auch endlich boarden.
Und ich bleibe dabei - der Landeanflug auf Las Vegas ist einer der tollsten, die ich bisher erlebt habe: landen parallel zur Party Meile schlecht hin, dem berühmt berüchtigtem Strip.
Bereits am Flughafen wurden wir von klingelnden und piependen Spielautomaten begrüßt. Für die Limo zum Hotel hats dann leider nicht gereicht, Audrey und ich haben uns für die immer noch teure Variante des Gruppen-Shuttels entschieden... und wurden direkt bis vor den Eingang unserer ägyptischen Luxus Pyramide kutschiert.
Innen drin: die Ägypter in ihren besten Tagen und Marco und Marieke als persönliches Empfangskomitee. Im Luxor fahren alle Fahrstühle schräg und wir hatten das Glück ein Zimmer mit Blick auf eine Sphinx zu ergattern.
Marco der Glückspilz hatte seinen Geburtstag in diesem Jahr in unsere Herbstferien gelegt und so hatten wir am Mittwoch Abend wirklich allen Grund zum feiern - Happy Birthday Marco!! Nachdem wir uns bereits nach 10 Minuten auf dem Strip 100 "VIP-Clubtickets" haben aufschwatzen lassen, begann unsere Party-Tour schließlich bei ... Hooters.
Coyote Ugly war ein absoluter Reinfall, das Tangerin in Treasure Island steigerte unsere Laune (hier wurde Marco 22) und das Tao im Ceasars Palace hat uns schließlich für den Rest der Nacht festgehalten. Hier hat sich wieder einmal gezeigt, das die Deutschen (und Audrey) doch am Party tauglichsten sind. Auf der Tanzfläche bekamen wir spontan Gesellschaft von 2 Studis aus Stuttgart. Auf dem Nachhauseweg musste ich mich schließlich von meinen Schuhen trennen und unsere restliche Vegas Tour barfuß überstehen. Im Venezian haben wir kurz für ein CD-Cover posiert (für den Fall, dass Audrey, Marco, Marieke und ich irgendwann mal gemeinsam 'ne Band gründen :) ), im Ceasars Palace konnten wir heimlich dem wirklich äußerst motivierten Marmorboden-Polierer zuschauen und die Couch im Bellagio hat dann noch mal zum chillen eingeladen...

Tag 2: Ausschlafen, Pizza zum Frühstück und dann nichts wie zum Pool!!!
Die Nacht war, ähmm, ja, eher mittel gut. Aus irgend einem Grund schaltete sich nachts von selbst das Radio ein, ich hatte natürlich vergessen meinen Handywecker auszustellen, um 7 rief "Heitjano" (Jaime und Tatjana) bei uns an (die beiden waren mit dem Morgenflieger aus ABQ gekommen) und wollte reingelassen werden. Danach hatten Audrey und ich plötzlich Marieke bei uns im Bett, weil "Marco smells funny" (man muss zu Marcos Verteidigung sagen, dass das nicht der eigentliche Grund für Mariekes nächtlichen Umzug war).
Also - faules nichts tun war jetzt wirklich mehr als nötig!! Und da Vegas ja in der Wüste liegt konnten wir natürlich auch im Oktober prima in der Sonne brutzeln. Anschließend bin ich mit Audrey den Strip noch einmal bei Tag abgelaufen, um auch wirklich kein Hotel auzulassen (vor allem natürlich nicht das Paris). Im MGM gab es dieses Mal zwei wirklich süße junge Löwen zu sehen und im Tropicana konnten wir jeder ein Set freie Pokerkarten abstauben, nur in die Achterbahn im NewYork NewYork haben wir's leider nicht mehr geschafft. Der M&M Laden und der Coke Laden haben uns wertvolle Zeit gekostet...
Egal, dann kam auch schon der Rest der Gruppe und es wurde aller höchste Zeit für die Präsentation von Marcos Geburtstagsgeschenk: Die 7 Sünden - was auch sonst in Sin City!

Im halb 12 haben wirs endlich "out for dinner" geschafft und Marieke und ich mussten uns unbedingt einen 12 inch frozen Margarita gönnen (den wir nicht mal ansatzweise austrinken konnten :) - aber lecker war er trotzdem und das Glas ist nach wie vor in unserem Besitz).


Anschließend konnte ich endlich mal ins Studio 54 (bei meinem ersten Vegas Besuch hats leider nicht geklappt, weil meine kleinen Brüder einfach noch nicht amerikanisch voll-jährig sind). Und es hat sich wirklich gelohnt: nach 5 Minuten hatte ich mein erstes Frei-Bier und nach 4 Stunden dann mein erstes Frei-Wasser. Auf dem Nachhauseweg haben Audrey und ich im Luxor dann noch schnell einen Dollar von einem Montrealer aus dem Studio 54 verspielt, bevor wir beide schnell noch mal duschen war, um morgens um 6 fit wie 2 Turnschuhe ins nächste Taxi Richtung downtown zu springen. Um 7 war schließlich schon Abfahrt nach Los Angeles. Der örtliche Greyhound Mitarbeiter war mit unseren modernen e-tickets eindeutig überfordert, sowas Merkwürdiges hatte er ja noch nie gesehen. Mit vereinten Kräften haben wir dann aber doch noch die Lesemaschine für unseren Barcode gefunden und konnten diese dann irgendwann auch richtig bedienen. Also dann: Welcome on board und auf durch die Wüste!

Fortsetzung folgt, jetzt ruft die nächste Party - ist ja schließlich Samstag Abend :)

Albuquerque Balloon Fiesta (6.-15. Oktober)
... 800 Ballons und ein breakfast burrito...

Wenn Marco am Samstag Morgen um 4 nicht wie wild an meiner Tür gekloppft hätte, hätte ich wahrscheinlich verschlafen.
Nachdem Donald uns zum Glück mit dem Auto der Franzosen über den Zugang der Piloten und Crewmitglieder bis in beachtliche Nähe des Ballon-Start-Feldes bringen konnte, haben wir den Rest des Weges dann trotzdem noch zu Fuß zurück gelegt.
Völlig schlaftrunken sind Audrey, Marco und ich schließlich bei konstantem Nieselregen noch vor Sonnenaufgang an langen Auoschlangen vorbei gewandert - auf der Suche nach dem Fußweg. Während sich links von uns die wartenden Autos nur so stapelten, bekamen wir nur selten andere Fußgänger zu sehen, so dass wir uns schließlich mehr oder weniger auf eigene Faust unseren Weg zum Ort des Geschehens suchen mussten. Nur gut das Marco in seinem früheren Leben mal Fährtenleser war. Audreys Orientierungssinn ist ungefähr genau so stark ausgeprägt wie meiner.
Vorbei an großen und kleinen Wohnwagen mit und ohne Anhänger aus allen amerikanischen Bundesstaaten und durch den Vorgaten eines provisorisch aufgebauten Biergartens landeten wir schließlich auf unserer großen grünen Fläche. Am oberen Rand hatten die ersten Amerikaner bereits ihre Klappstühle aufgebaut und verbreiteten früh morgendliche Picknick Stimmung. Uns war eigentlich noch nicht nach Essen zu Mute und so haben wir uns die Zeit bis zum Start der ersten Ballons mit dem Begutachten von Ballon -mützen, -stickern, -shirts, -anhängern und -spielzeug vertrieben.
Einer wunderschöner rot-orange-gelber Sonnenaufgang über den Bergen leitete schließlich das Spektakel ein. Begleitet von der amerikanischen Nationalhymne startete der erste Ballon - mit ihm erhob sich eine riesige USA Flagge in den noch bewölkten Himmel.
Tja und dann ging's los. Ballons über ballons, bunte, grüne, gelbe, gestreifte - einfach alles. Um uns herum wuchsen Ballons wie Pilze aus dem Boden. Aus allen Richtungen hörte man das Geräusch von riesigen Bunsenbrennern, die daran arbeiteten die Ballons mit heißer Luft zu füllen. Ab und an mussten wir den Standpunkt wechseln, um Platz für einen neuen wachsenden Ballon zu machen.

Marco hat sich schließlich in den Pepsi-Dose-Ballon verliebt und wollte ihm nicht mehr von der Seite weichen. Während der Start der Pepsi Dose geglückt ist mussten andere "special shape" Ballons nach einem langen erbitterten Kampf dann doch aufgeben. Obwohl Albuquerque dank seiner kühlen Nächte optimale Ballonflug Bedingungen bietet, haben es die Well's Fargo Kutsche, eine riesige Bulldoge und ein paar Kuscheltier-Ballons dann doch nicht nach oben geschafft.

Trotzdem ziehrten am Ende ca. 800 Ballons den Himmel über Albuquerque - einfach Wahnsinn. Der Hundefutterdose-Ballon am Himmel wirkte eigentlich nicht besonders Appetit anregend, aber uns überkam dann schließlich doch der Hunger. Es war endlich mal Zeit für unseren ersten breakfeast burrito. Eine Tortilla gefüllt mit Rührei, Kartoffeln, gebratenem Speck und grünem Chilli und das alles in warm. Wirklich lecker und es gehört zu den Gerichten, die man auch nur in New Mexico zu essen bekommt. Marco musste sich anschließend wie immer noch eine Tüte grüne Zuckerwatte gönnen.
Nach einem Abstecher auf einen Hügel in der Nähe für den abschließenden Gesamteindruck haben wir uns dann ganz schnell wieder auf den Weg zurück in unsere Betten begeben (und sind dann den Rest des Tages auch nur gelegentlich wieder aufgestanden ;) ).

Monday, October 02, 2006


Nein - wir waren nicht Skilaufen, aber auf dem größten zusammenhängenden Wander-Sanddünen Feld der Welt. 300 Quadratmeilen nichts als Sand, vier hartnäckige Wüstenpflanzen und die wahrscheinlich einzige Kolonie weißer Marinenkäfer.

Direkt neben einer Missileabschuss-Basis der Amerikaner und fast schon in Mexiko liegt

White Sands!!


Nachdem Marco seinen Arm bereits am Visitors' Center in den erstbesten Kaktus gerammt hatte, wollten wir uns eigentlich dem "Big Dune Trail" stellen. Eigentlich. Nach 3 Minuten konnten wir dem Sand dann einfach nicht mehr wiederstehen und wir haben uns Hals über Kopf ins Vergnügen gestürzt. Keine Düne war zu hoch um sie nicht herunter zu springen, runter zu rutschen oder auf allen vieren wieder hochzuklettern.
Ich habe noch nie so viel absolut weißen sauberen super schönen Sand auf einem Haufen gesehen. Marco hat ungefähr hundert Mal erwähnt, dass der Harz im Winter genauso aussieht und seine Oma mit Sicherheit darauf schwören würde, das es sich um Schnee und nicht um Sand handelt.

Aber es war dann tatsächlich Sand! Also haben Audrey, Marco und ich natürlich wie wild in der Gegend herum fotografiert, um auch wirklich jedes Sandkorn für die Ewigkeit zu konservieren. Dank 6 Liter Arrowhead (Bergquellwasser aus Kanada) haben wir uns bei ca. 28°C bis zum Sonnenuntergang köstlich amüsiert.

Fast jede Wanderdüne zeigt jetzt unsere Fußspuren, Handabdrücke einen Schneeengel made by Audrey oder sogar den Zitronensäure Zyklus...
Ranger Trevor auf unserem Sunset Stroll hat unserem Trip in die Traumwüste zum Abschluss dann noch einen gewissen intellektuellen Anspruch verliehen: Nicht Wasser sondern Stickstoff ist der kostbarste Rohstoff dieser Wüste. Während die wenigen Wüstenpflanzen problemlos ausreichend große Grundwasser Reserven anzapfen können, sind sie im Bezug auf Stickstoff auf Cyanobakterien angewiesen. Cyanobakterien leben zwischen den Wanderdünen in der "cryptobiotic crust" und fixieren Stickstoff aus der Luft, auf den die Pflanzen dann zurück greifen können. Wirft eine sich nähernde Wanderdüne dann seinen Schatten auf die Pflanze, so beginnt diese wie verrückt an Höhe zu gewinnen, um nicht unter den Sandmassen begraben zu werden. Nach Aussage eines anderen Touristen würden eine nukleare Katastrophe ausschließlich Kakalaken, Ratten und Jaka - die Nationalpflanze New Mexikos - überleben.


ein Jaka Prachtexemplar

Friday, September 22, 2006


San Francisco - Stadt der Chinesen, Schwerverbrecher und Baseball Bars...
Weekend-Trip mit der sdw vom 15. bis zum 17. September

Ich war zu spät!! "Während in 1996 San Francisco noch die "in" Stadt schlecht hin war, haben heutzutage Drogen die Nachbarschaft ruiniert" - das hatte mir mein Unix Professor vor meinem Abflug noch mit auf den Weg gegeben.
Nachdem ich mich in einem Shuttle vom Oakland Airport bis nach Downtown San Francisco durchgeschlagen hatte, erwartete mich glücklicherweise dann aber doch eine sonnige und äußerst lebendige Stadt.
Über den Union Square, quer durch Chinatown und dann noch über einige Hügel führte mich meine erste Erkundungstour direkt zu Pier 41. Dort wollte ich mich eigentlich mit meiner kleine deutsch-amerikanische Reisegruppe treffen... Tja, etliche Windböen und einen super leckeren Ben and Jerrys Exotic-Milkshake später ... der sexy Fahrradverleih Typ hatte mich bereits zum dritten Mal zu einer Rundtour eingeladen ... klingelte mein Handy dann schließlich zum letzten Mal und Silvana und Philipp standen vor mir - Yuhuuu!

In Little Italy wies man uns abends freundlicher Weise auf die bis heute andauernde E.coli Durchseuchung von frischem Spinat hin. Und Spinat schien wirklich allgegenwärtig zu sein, sogar die Lasagne wollte man uns nicht servieren. Unsere anderen Pasta Gerichte waren dann aber wirklich köstlich. Anschließend ging’s in eine kleine Bar mit Live-Musik und einen Sportsbar. Dort haben wir den Altersdurchschnitt dann mal locker um 20 Jahre gesenkt :) - ein wirklich lustiger Abend.

San Fran bei Nacht


Silvana hatte mir für die Nacht im 10-Bett Zimmer 7 bärtige und schnarchende Russen prophezeit, die konnte ich in unserem (Eva, Silvana und ich) Zimmer dann aber glücklicher Weise doch nicht finden.

Am nächsten morgen, nach einem ride in der cable car, enterten wir dann sozusagen im ersten Morgengrau das Ex-Gefängnis Alcatraz. Vorbei an den Zellen von Al Capone und "Machine Gun" Kelly schlenderten wir gemütlich über den "Broadway" und gönnten uns anschließend im "recreation yard" eine kleine Verschnaufpause - alles in allem nicht besonders gemütlich, aber wirklich interessant.

Ein bisschen merkwürdig war dann aber die Geschichte der Wächter Kinder. Angeblich haben sie in absoluter Abgeschiedenheit auf einer winzigen Insel Tür an Tür mit 200 Schwerverbrechern lustig und fröhlich vor sich hin gelebt. Diese Story hat uns irgendwie nicht wirklich überzeugt... aber dann ging’s auch schon zurück zur Fähre im Sonoma Valley warteten schließlich zahlreiche Weinproben auf uns.

Blick von Alcatrac auf San Fancisco


Die Besichtigung des Weinguts der Familie Benziger bescherte jedem von uns dann auch noch einen Gutschein für 5 weitere Weinproben auf dem Weingut nebenan - das Glück war wirklich mit uns. Nach einem Abstecher zum Golden Gate Viewpoint haben wir in einem "kleinen verschlafenen Fischerdorf" (von wegen!!!) schließlich wirklich lecker und teuer gegessen. Sausalito (mit Waterfront und super Blick auf San Francisco bei Nacht) scheint nicht der billigste Fleck Erde zu sein. Um uns herum nichts als Villen und obwohl wir uns schon gegen ein Restaurant mit Meerblick entschieden hatten, haben wir es zu neunt immer noch auch US$ 341 gebracht...

Tag 3 in Kalifornien mussten wir natürlich in einem der zahlreichen Nationalparks verbringen. Am San-Andreas Graben gab’s eine case study zum Thema "was passiert bei einem Erdbeben bei dem ein Zaun verschoben wird" - Thomas und Daniel haben das netter Weise für uns in Szene gesetzt :). Im Party Auto (kein Lied das wir nicht mitträllern konnten) sind wir zum Abschluss an den Pazifik geschunkelt um noch mal kurz unsere Füße ins Wasser zu stecken und ein paar Krebse zu sezieren.


Dann über die Golden Gate zurück nach San Francisco, wieder alleine über einige Hügel, quer durch Chinatown und über den Union Square zurück zu meinem Shuttle und ab zum Oakland Airport. Am Montag um 1am lag ich wieder in meinem neu mexikanischen Bett in Albuquerque unter dem Schlafsack meines kleinen Bruders.

Meine Reisegruppe vor unserem Hostel in der Isadora Duncan Lane


Monday, September 11, 2006

So langsam kehrt hier bei uns der Alltag ein. Marco und ich haben jetzt endlich alle unsere Uni Kurse endgültig fest gewählt. Nach unseren ersten frustrierenden Java-Erlebnissen konnten wir mit unserem schwedischen Informatik Professor jetzt doch noch eine für uns sehr viel angenehmere Lösung finden. Also haben wir uns bewaffnet mit an "yellow-cards" getackerte "pink-cards" zu verschiedensten Instanzen begeben, jede Menge Unterschriften gesammelt, 10 Dollar "late fee" bezahlt, unseren ersten Java-Kurs "gedroped" und uns für unseren neuen Java Kurs (offizielle Bezeichnung: CS 152-005) einschreiben lassen. Dieses Prozedere zog sich über mehrere Tage und erinnerte stark an deutsche Behördengänge. Aber egal - wir sind drin.

Dank dieser Stundenplanänderung kann ich jetzt sogar an meinem Lieblingskurs "Broadcast Station Operation" teilnehmen. YUHUUU!!! Man kann ja nicht immer nur an Enzyme denken...

Nach Uni Schluss geht’s meistens ins "Johnson Center" - Schwimmhalle, Fitnessstudio, Raquetball Felder, Salsa Kurse und Yoga alles unter einem Dach und nur 5 Minuten von unserer Haustür entfernt. So was sollte sich die Uni in Lübeck auch mal anschaffen.

An den Wochenenden ist Amerika natürlich das Land der Hauspartys. Den Eigentümer des Hauses kennt man eigentlich nur in den seltensten Fällen und lernt ihn im Laufe des Abends wenn überhaupt auch nur zufällig kennen. Aber lustig ist es eigentlich immer - viele Internationals (Amerikaner sind im Schnitt eher langweilig), viel Calimocho (eine spanische Cola-Rotwein Spezialität) und ab und an Polizei mit Durchsuchungsbefehl und ID-Kontrolle.

letzte Party am Samstag - ich habs zum ersten Mal auf ein Pueblo-Style Hausdach geschafft :)


Das Wetter ist tagsüber immer noch schön warm und nur die periodisch immer wieder auftretenden Monsun-artigen Regen-oder Hagelschauer stören das Wüstenfeeling ein bisschen.
Dafür werden die Sonnenuntergänge aber von Tag zu Tag romantischer. Marco hat da einfach mal unsere Hausnummer in Szene gesetzt :)


Anmerkung zum 11. September: Marco und ich haben versucht eine New York Times zu ergattern - leider erfolglos. Tankstellen, unser Smith's (ein Supermarkt) und der UNM Bookstore verkaufen leider nur 2 regionale Zeitungen und USA Today...

Saturday, September 02, 2006

Unialtag in New Mexico -
also eigentlich wie back to High School.

Mein Stundenplan gönnt mir theoretisch eigentlich relativ viel Freizeit... EIGENTLICH - wenn da nicht zahllose Quizzes, Tests, Assignments und alle vier Wochen ein Exam (pro Fach natürlich) währen. Dafür ist aber jeder Professor unheimlich darum bemüht den Stoff wirklich jedem einzelnen persönlich einzubimsen. Keine Stunde ohne 10faches Nachfragen seitens des Profs, ob auch wirklich keine Fragen mehr offen sind. Das Unterrichtsklima ist wirklich angenehm und man befindet sich hier bereits in der post-PowerPoint Generation. Welches Genie kann schon 60 Folien mit hochkomplizierten biochemischen Zusammenhängen innerhalb von 45 Minuten verinnerlichen? Niemand! An der University of New Mexico hat man das begriffen, hier wird wieder mit Kreide an Tafeln geschrieben. Und ja es ist tatsächlich möglich die Wechselwirkung zwischen einem helix-turn-helix Motiv und der major groove auch zweidimensional mit nur wenigen Strichen verständlich darzustellen...

der UNM Campus


Aber die wirklich große Herausforderung der Marco und ich uns dieses Semester stellen müssen ist "Data Structures with Java", ein Kurs für Computer Freaks mit mindestens einjähriger Programmiererfahrung *schluck*! Gibt es irgendjemanden unter euch, der sich bereit erklären würde mir für die nächsten 4 Monate als online Java-Tutor zur Seite zu stehen?? Für unser "Quickie#1" habe ich sage und schreibe 12 Stunden gebraucht. Und jetzt liegt schon "Quickie#2" auf meinem Schreibtisch. Ich soll das Computerspiel "HotPotato" programmieren - naja, eigentlich soll ich nur einen bereits bestehende Code vervollständigen. Das erweist sich aber schon als schwierig genug... Ich verstehe nicht wie kleine Jungs immer wieder auf die Idee kommen "Computer Spiele Programmierer" wäre ihr absoluter Traumjob - ich kann Constructors, Strings und Method Invocations leider nur herzlich wenig abgewinnen.

Aber genug Uni für heute. Und alles in allem waren meine ersten beiden Wochen an der UNM auch durchweg positiv. Ich lerne jetzt Salsa und war am Freitag bei meiner ersten Joga Stunde - ich glaube ich hab' zum ersten Mal in meinem Leben Muskelkater im Nacken.

Heute sind wir mit der BAHN (ein richtig schicker neuer Regionalverkehrszug mitten in der amerikanischen Wüste!) zum Wein Festival nach Bernalillo gefahren. 6 Stunden lang Weinprobe an Weinprobe. Audrey (meine französische Nachbarin) hat insbesondere Gefallen am neu mexicanischen Gewürztraminer gefunden - diese Weinsorte war mir absolut neu. Die Amerikaner neigen übrigens dazu Wein mit wirklich allem zu mischen. Wein ist hier wie bei uns Schokolade. Während wir Zartbitter-Pfeffer oder weiße Schokolade mit Curry, Cocus und Banane kaufen, trinkt man hier grünen Wein mit Limettengeschmack, "Strawberry Kiss" oder "Black Beauty".
Mein Favorit des Tages: White Merlot!
Nach 3 Stunden konnten die meisten schon keinen Wein mehr sehen, aber Marieke und Paolo (unser Italiener) haben tapfer bis zum bitteren Ende weiterprobiert. Unsere Probiergläser durften wir übrigens behalten. Unsere WG verfügt jetzt also auch über 3 Weingläser mit Erinnerungswert :).

von links nach rechts (hinten zuerst): Marcos (aus ABQ), Marieke, Paolo, Tabea, Audrey

Sunday, August 27, 2006

Endlich eingezogen!!!
Seid einer Woche wohne ich jetzt in meinen eigene vier Wänden. Wir sind mit renovieren zwar nicht fertig geworden - unser Eingangsbereich ist nicht verfugt, bei Marieke krabbeln immer noch Kakerlaken ins Zimmer und unsere Küchendecke ziert ein hübsches FRED in großen weißen Buchstaben auf beschem Hintergrund - aber eigentlich stört das ja auch niemanden.

Und vor allem habe ich jetzt nach vier Wochen mit insgesamt fünf verschiedenen Roommates wieder ein eigenes Zimmer :)!!

Vorher: S.O.S. - do it yourself - ich als Heimwerker














Nachher: Büro Container (for free vom garage giveaway), Schreibtisch (für $ 10 von dem Bekanten eines Freundes von einem Freund), mein Stuhl-Ball (für $ 2,50 + TAX von Walmart), Poster (für $ 10 aus der Uni), coole Billy the Kid Kiste (für herunter gehandelt $ 22 von einem
Flohmarkt), mexikanischer Teppich (für $ 30 vom gleichen Flohmarkt), mein Bett (inklusive Springbox für $ 234 von der Mattress Factory), Schlafsack (Leihgabe von meinem kleinen Bruder - danke Dani!)