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Friday, September 22, 2006


San Francisco - Stadt der Chinesen, Schwerverbrecher und Baseball Bars...
Weekend-Trip mit der sdw vom 15. bis zum 17. September

Ich war zu spät!! "Während in 1996 San Francisco noch die "in" Stadt schlecht hin war, haben heutzutage Drogen die Nachbarschaft ruiniert" - das hatte mir mein Unix Professor vor meinem Abflug noch mit auf den Weg gegeben.
Nachdem ich mich in einem Shuttle vom Oakland Airport bis nach Downtown San Francisco durchgeschlagen hatte, erwartete mich glücklicherweise dann aber doch eine sonnige und äußerst lebendige Stadt.
Über den Union Square, quer durch Chinatown und dann noch über einige Hügel führte mich meine erste Erkundungstour direkt zu Pier 41. Dort wollte ich mich eigentlich mit meiner kleine deutsch-amerikanische Reisegruppe treffen... Tja, etliche Windböen und einen super leckeren Ben and Jerrys Exotic-Milkshake später ... der sexy Fahrradverleih Typ hatte mich bereits zum dritten Mal zu einer Rundtour eingeladen ... klingelte mein Handy dann schließlich zum letzten Mal und Silvana und Philipp standen vor mir - Yuhuuu!

In Little Italy wies man uns abends freundlicher Weise auf die bis heute andauernde E.coli Durchseuchung von frischem Spinat hin. Und Spinat schien wirklich allgegenwärtig zu sein, sogar die Lasagne wollte man uns nicht servieren. Unsere anderen Pasta Gerichte waren dann aber wirklich köstlich. Anschließend ging’s in eine kleine Bar mit Live-Musik und einen Sportsbar. Dort haben wir den Altersdurchschnitt dann mal locker um 20 Jahre gesenkt :) - ein wirklich lustiger Abend.

San Fran bei Nacht


Silvana hatte mir für die Nacht im 10-Bett Zimmer 7 bärtige und schnarchende Russen prophezeit, die konnte ich in unserem (Eva, Silvana und ich) Zimmer dann aber glücklicher Weise doch nicht finden.

Am nächsten morgen, nach einem ride in der cable car, enterten wir dann sozusagen im ersten Morgengrau das Ex-Gefängnis Alcatraz. Vorbei an den Zellen von Al Capone und "Machine Gun" Kelly schlenderten wir gemütlich über den "Broadway" und gönnten uns anschließend im "recreation yard" eine kleine Verschnaufpause - alles in allem nicht besonders gemütlich, aber wirklich interessant.

Ein bisschen merkwürdig war dann aber die Geschichte der Wächter Kinder. Angeblich haben sie in absoluter Abgeschiedenheit auf einer winzigen Insel Tür an Tür mit 200 Schwerverbrechern lustig und fröhlich vor sich hin gelebt. Diese Story hat uns irgendwie nicht wirklich überzeugt... aber dann ging’s auch schon zurück zur Fähre im Sonoma Valley warteten schließlich zahlreiche Weinproben auf uns.

Blick von Alcatrac auf San Fancisco


Die Besichtigung des Weinguts der Familie Benziger bescherte jedem von uns dann auch noch einen Gutschein für 5 weitere Weinproben auf dem Weingut nebenan - das Glück war wirklich mit uns. Nach einem Abstecher zum Golden Gate Viewpoint haben wir in einem "kleinen verschlafenen Fischerdorf" (von wegen!!!) schließlich wirklich lecker und teuer gegessen. Sausalito (mit Waterfront und super Blick auf San Francisco bei Nacht) scheint nicht der billigste Fleck Erde zu sein. Um uns herum nichts als Villen und obwohl wir uns schon gegen ein Restaurant mit Meerblick entschieden hatten, haben wir es zu neunt immer noch auch US$ 341 gebracht...

Tag 3 in Kalifornien mussten wir natürlich in einem der zahlreichen Nationalparks verbringen. Am San-Andreas Graben gab’s eine case study zum Thema "was passiert bei einem Erdbeben bei dem ein Zaun verschoben wird" - Thomas und Daniel haben das netter Weise für uns in Szene gesetzt :). Im Party Auto (kein Lied das wir nicht mitträllern konnten) sind wir zum Abschluss an den Pazifik geschunkelt um noch mal kurz unsere Füße ins Wasser zu stecken und ein paar Krebse zu sezieren.


Dann über die Golden Gate zurück nach San Francisco, wieder alleine über einige Hügel, quer durch Chinatown und über den Union Square zurück zu meinem Shuttle und ab zum Oakland Airport. Am Montag um 1am lag ich wieder in meinem neu mexikanischen Bett in Albuquerque unter dem Schlafsack meines kleinen Bruders.

Meine Reisegruppe vor unserem Hostel in der Isadora Duncan Lane


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